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Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn wir vergessen, was wir gelernt haben.
(Edward Frederick Lindley Wood, 1. Earl of Halifax)


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Theatergastspiel

Theatergastspiel in voll besetzter Alten Turnhalle exklusiv für Stadtschüler

Forum-Theater aus Wien spielte
„Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch

Vom Förderverein bezuschusst
 


Am Donnerstag, den 27.01.2011, verfolgten in der Alten Turnhalle rund 250 überwiegend beeindruckte Schülerinnen und Schüler der Klassen sechs bis zehn der Stadtschule das bekannte Drama „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch. 

Gerhard Grieb, Fachleiter Deutsch und Organisator der Aufführung, bedankte sich herzlich beim Förderverein der Stadtschule, die 45% der Gesamtkosten übernahmen, damit die Aufwendungen mit 2,50 € pro Schüler niedrig gehalten werden konnten.

Der Schauspieltruppe vom Forum-Theater aus Wien gelang es, das Lehrstück aus der Nachkriegszeit in einer schulgerechten, konzentrierten und leicht verständlichen Version auch den jüngeren unter den Zuschauern nahe zu bringen.

Zum Inhalt
In der Stadt, in der Gottlieb Biedermann mit seiner Frau Babette lebt, werden seit einiger Zeit Brandstiftungen verübt. Sie laufen alle, wie Biedermann aus den Zeitungen weiß, nach dem gleichen Schema ab. Ein scheinbar harmloser Hausierer nistet sich zuvor auf den Dachböden ein, dessen Häuser den Flammen zum Opfer fallen. Der Hausbesitzer und Haarwasserfabrikant Biedermann hat selbst panische Angst davor, ein Opfer der Brandstifter zu werden. Er vertritt daher eine sehr harte Position gegenüber den Brandstiftern, die man seiner Meinung nach „alle aufhängen!" sollte.

Eines Tages erscheint der arbeitslose Obdachlose Josef Schmitz in Biedermanns Haus und schafft es, auf äußerst geschickte Art und Weise eine Mahlzeit und Unterkunft für eine Nacht von Biedermann zu erschleichen. Am nächsten Morgen gelingt es Schmitz wiederum mit sehr viel Geschick auch Babette, davon zu überzeugen, dass man ihm auch weiterhin Obdach gewähren müsse.

Kurz darauf holt sich Schmitz seinen Komplizen Eisenring ins Haus der Biedermanns. Ganz unverhehlt deponieren die zwei Brandstifter ihre Benzinfässer und alles was sie sonst noch für ihre Brandstiftung benötigen auf dem Dachboden. Sie erklären Biedermann sogar genau, wofür sie die Materialien benötigen und wie sie taktisch vorgehen werden. In seiner Hilflosigkeit hält Biedermann alles für einen Scherz, so dass er sogar mit Eisenring die Zündschnur für sein eigenes Haus abmisst.

Als sich Biedermann seiner Situation bewusst wird, hofft er dass er das noch Unheil abwenden kann, indem er sich Schmitz und seinen Komplizen zu Freunden macht. Die Freundschaft will er durch ein gemeinsames Essen herbeiführen. Bis zuletzt hält Biedermann dennoch daran fest, dass seine Gäste keine Brandstifter seien, obwohl sie selbst zugeben Brandstifter zu sein. Nachdem die Brandstiftern von Biedermann sogar noch Streichhölzer erhalten, begeben sie sich in Richtung Dachboden, um Biedermanns Haus anzuzünden.

Wie Gerhard Grieb im Anschluss der Aufführung erklärte, vermittele dieses Werk wie kaum ein anderes der neueren deutschsprachigen Literatur den Leitgedanken, um schlimmeres Unheil zu vermeiden:  Wehret den Anfängen, von welcher Seite und auf welche Art und Weise sie auch kommen mögen!

Das Thema sei heute genauso aktuell, wie zu jener Zeit, als Max Frisch es geschrieben hat.  Oft und in vielen Bereichen verhielten sich die Menschen genau so wie Herr Biedermann:
Obwohl eine Gefahr immer offensichtlicher wird, wird sie von „jedermann“ möglichst lange verdrängt, weil man sie einfach nicht wahr haben will und sich einredet, letztendlich könne man, wenn sie schon nicht verhindern, dann doch sich selbst vor ihr retten. Wie uns das Ende des Dramas zeige: ein Trugschluss – wie so oft schon im Laufe unserer Geschichte.

Text: G. Grieb